Klavier lernen Anleitung Titelbild

Kostenlos Online Klavier Lernen für Anfänger

Alles was Du wissen musst:

  1. Wo soll ich anfangen?
    1. Motivation
    2. Erste Grundlagen
  2. Als Erwachsener noch Klavier spielen lernen – ist es nicht schon zu spät?
  3. Mit einem Keyboard spielen lernen?
  4. Klavierkurs oder Klavierlehrer?
    1. Vor- und Nachteile von Video-Klavierkursen
    2. Vor- und Nachteile von Unterricht
  5. Klavier spielen ohne Noten lernen?

Wo soll ich anfangen?

Schritt 1: Motivation

Um Klavier spielen zu lernen brauchst Du vor allem Motivation. Du brauchst eine Reihe von guten Gründen, warum es sich für Dich lohnt die Disziplin aufzubringen Dich wieder und wieder an die Tasten zu setzen. Wenn Du beim Spielen Fortschritte machen willst, ist es wichtig, dass Du regelmäßig wieder und wieder übst. Alle 1-2 Tage kurz 10 Minuten bringen mehr als einmal die Woche eine Stunde. (Mehr dazu hier: 5 Tipps die das Klavier üben leichter machen). Dich wieder und wieder zu disziplinieren schaffst Du nur, wenn Deine Leidenschaft fürs Klavierspielen spürbar da ist. Deswegen ist Schritt 1: Mach Dir all die Gründe bewusst, wegen denen Du Klavier spielen lernen willst! Am Besten schreibst Du sie Dir auf. Damit Du sie Dir in Momenten der schwachen Motivation in Erinnerung rufen kannst. Wenn Du Deine Liste aufs Papier gebracht hast findest Du hier weitere Inspiration zum Thema Motivation: Warum es sich lohnt!.

Schritt 2: Die ersten Grundlagen

Wenn Deine Liste fürs Klavier lernen lang und stark genug ist, um Dich auch in unmotivierten Zeiten zum Üben zu bringen… dann ist es an der Zeit die ersten Grundlagen zu lernen. Zum Beispiel hier: Klavier Grundkenntnisse für Anfänger lernen.

Als Erwachsener noch Klavier spielen lernen – ist es nicht schon zu spät?

Wenn Kinder schon teilweise Jahre brauchen, um Klavier spielen zu lernen… wie sollst Du als (wahrscheinlich) Erwachsener Mensch es schaffen? Die Sache ist die: Kinder brauchen so lange beim Lernen, weil sie oft in Wahrheit keine Lust darauf haben. Die meist durch die Eltern angestoßene Begeisterung hält oft nur kurz. Von sich aus geübt wird in den seltensten Fällen. Durch den fehlenden Spaß bei der Sache bleiben die Dopaminschübe aus, die Lernerfolge im Kopf festigen wie eine Dampfwalze eine frisch geteerte Straße. Du hingegen willst lernen. Aus der Hirnforschung weiß man, wenn sich jemand für etwas stark interessiert, wachsen die betroffenen Hirnareale beim Lernen wesentlich, wesentlich schneller. Was das heißt ist, das was Du in Sachen Alter als Deinen Nachteil siehst, machst Du durch Deinen Wunsch zu lernen wieder wett. Nicht nur das, er verschafft Dir aus Sicht der Hirnforschung sogar einen entscheidenden Vorteil. Egal wie alt Du bist, Du hast den Rest Deines Lebens lang Zeit. Was Du beim Klavier spielen lernen als Erwachsener beachten solltest erfährst Du hier: Klavierlern-Tipps für Erwachsene.

Mit einem Keyboard spielen lernen?

Vorsicht: Ein Keyboard hat keine Pedale. (Wozu Du die Pedale beim Klavier benutzt erfährst Du hier: Klavier Pedale – Ein Überblick. Noch dazu haben die meisten Keyboards weniger Tasten als eine normale Klaviatur. Wenn Du noch am Anfang des Lernprozesses stehst ist das vielleicht noch nicht so schlimm. Denn ganz am Anfang benutzt Du die Pedale des Pianos kaum. Auch die Anzahl der Tasten ist noch nicht so wichtig, da der „Radius“ in dem Du Dich auf der Klaviatur bewegst noch nicht so groß ist. Aber sobald Du Fortschritte machst und eventuell auch damit beginnen willst Noten zu lernen (hier ein paar Tipps zum Klaviernoten lesen), spätestens dann solltest Du vom Keyboard auf ein klassisches Piano oder ein E-Piano umsteigen. (E-Pianos sind hier die günstigere, und mittlerweile auch klangtechnisch fast gleichwertige Wahl.)

Klavierkurs oder Klavierlehrer?

Klavierspielen kann man sich heutzutage sowohl online als auch traditionell vor Ort beibringen. Beides hat Vor- und Nachteile.

Vor- und Nachteile von Video-Klavierkursen:

Vorteile
  • ( + ) Bis zu 80% günstiger als klassischer Klavierunterricht, der in der Regel bis zu 150 Euro pro Monat kostet. Gute Online Klavierkurse gibt’s ab bereits 15 Euro
  • ( + ) Bei Kursen wo sofort alle Inhalte freigeschaltet werden (einen Erfahrungsbericht über einen solchen Kurs findest Du hier: music2me Erfahrungsbericht) kannst Du 1.) Beginnen wo Du stehst und 2.) So schnell Du willst lernen – klassischer Unterricht findet nur einmal die Woche statt. Online sind Dir beim Lernen keine Grenzen gesetzt
  • ( + ) Du kannst in Zeitlupe (bei Kursen die das Anbieten) mit dem Video gemeinsam spielen, was dem klassischen Unterrichtsmodell von Vorspielen-Nachspielen gegenüber eine Reihe von Vorteilen hat
  • ( + ) Keine Demotivation / Einschränkungen durch Deinen Lehrer. (Unangebrachte Kommentare, den Vorlieben des Lehrers entsprechend lernen, etc.)
  • ( + ) (Jedenfalls beim von uns empfohlenen Kurs:) Die Möglichkeit rund um die Uhr Fragen zu stellen, nicht nur wenn der Unterricht gerade stattfindet
Nachteile
  • ( – ) Kein Live-Feedback beim Spielen. Zwar hörst Du, ob Du Dich verspielt hast, wenn Du mit dem Video gemeinsam spielst, ein Lehrer kann jedoch hin und wieder trotzdem nützlich sein

Im Internet findet man Lektionen zum Klavier lernen in der Regel entweder im Video-Format oder in Textform. Auf klavierlernen.de haben wir Dir einige Beginner-Lektionen zusammengestellt. (Siehe Navigationsleiste.) Einen professionellen Video-Kurs für Klavier findest Du z.B. bei music2me (Testbericht).

Vor- und Nachteile von klassischem Unterricht:

Vorteile
  • ( + ) Live-Feedback beim Spielen
  • ( + ) Individuell auch Dich zugeschnittener Unterricht (sofern Dir Dein Lehrer nicht seine eigenen Vorlieben aufzwingt)
Nachteile
  • ( – ) Man kommt nur sehr langsam voran (einmal Unterricht pro Woche)
  • ( – ) Heim-Klavierunterricht oder in einer Klavierschule ist in der Regel relativ teuer (20-35 Euro für ca. 30 Minuten)
  • ( – ) Gute (vom spielen begeisterte) Klavierlehrer sind oft schwer zu finden

Klavier spielen ohne Noten lernen?

Klar ist es super motivierend das derzeitige Lieblingsstück allein durch Imitation der gespielten Tasten zu lernen. Und es wenige Wochen später schon Freunden vorführen zu können. Aber: Stücke auf diese Weise zu lernen ist mühsam. Es erfordert oft hundertfaches Wiederholen des Stücks. (Wodurch man das derzeitige Lieblingsstück oft binnen sehr kurzer Zeit „totgehört“ ist – man verliert oft auf halber Strecke die Motivation.) Und noch dazu ist das gelernt sehr vergänglich. Sich ein kompliziertes Stück auf Dauer zu merken, wenn man es nicht alle 1-2 Tage übt, ist fast unmöglich. Das ist auch der große Vorteil beim Noten lernen. Hast Du das Noten lesen einmal gemeistert, und das vom Blatt spielen gelernt, kann Dich nichts mehr aufhalten. Je mehr Übung Du hast, desto schneller lernst Du neue Stücke. Keine 100-fachen Wiederholungen desselben Stücks um es dann nach drei Wochen doch nicht mehr aus dem Stehgreif spielen zu können. Das Notenblatt ist Dein unvergängliches Gedächtnis. Eventuell siehst Du beim Klavier spielen lernen ohne Noten schneller erste Erfolge, mag sein. Doch langfristig Spaß daran haben die wenigstens, die so lernen, und geben oft nach einer kurzen Phase der Euphorie wieder auf. Beim Klavier spielen lernen gilt daher: Langfristig denken. Achte beim Auswahl eines Kurses oder eines Lehrers also auf jedenfalls darauf, dass die Theorie nicht zu kurz kommt, oder gar ganz weggelassen wird. Dieser Weg birgt langfristig die größere Spielfreude!

Noch keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar